Ventile einstellen zephyr 750 1994

  • Hallo Zephyr Freunde,


    habe heute mit dem Eigentümer der von mir "betreuten" Zephyr telefoniert.


    Dabei hat sich Folgendes ergeben: Es handelt sich um ein Modell von1994. Der Sohn des jetzigen Eigentümers hat sie
    offensichtlich seinerzeit gebraucht erworben. Etwa 1999/2000 hatte er einen an sich harmlosen "Rutscher", leider wurde
    die Zephyr dabei von einem PKW überrollt. Sie wurde von einer Motorradwerkstatt wieder repariert.
    Folgende Teile wurden erneuert; Rahmen von einem 1995er Modell (im Brief ist deshalb nun Ez/Baujahr 1995 eingetragen),
    Tank neu, Teile der Gabel neu, Seitendeckel neu, Heckbürzel neu, Räder evtl. auch erneuert.
    Aufgrund einer TÜV Beanstandung wurden angeblich noch die Ansaugstutzen zum Zyl. Kopf erneuert.


    Da weder der Sohn noch sein Vater (der dzt. Eigentümer) Lust/Interesse am Schrauben haben und wohl auch keine
    Werkstatt-Inspektionen erfolgt sind, dürfte u.a. noch nie eine Ventilspielkontrolle bzw. Einstellung erfolgt sein.
    Zündkerzen sind ebenfalls noch die ersten. Motorölwechsel ist im Juni/Juli 2019, Luftfilter wurde immerhin vom
    dzt. Eigentümer selbst gewechselt (habe ich jetzt geprüft, dabei allerdings einen zerbröselten Ansaugdämpfer
    festgestellt - welchen Schaumstoff nimmt man denn nun?).


    Da ich 2018 bei meiner ZRX nach erheblicher Fingerakrobatik die Ventile selbst geprüft (waren i.O.) habe, möchte ich
    ggf. die Ventile bei der in Rede stehenden Zephyr zumindest prüfen. Welche Ventilsteuerung hat die 750er eigentlich;
    Tassenstösssel (wo befinden sich die Shims) oder Schlepphebel? Ist der Zephyr-Motor ein Vierventiler, gehe aber
    eher von einem Zweiventiler aus, wie meine 1100er damals 1999.



    Es würde mich nun interessieren, wie man dabei vorgeht. Ich habe keinerlei technischen Unterlagen (ausser Fahrer-
    Handbuch). Welche Teile müssen neben Ventildeckeldichtung noch besorgt werden; gibt es einen zuverlässigen
    Händler? Da es sich ja nicht um meine Maschine handelt, möchte ich mich eigentlich auch nicht zu weit hineinsteigern!!


    Ich weiß, viele Fragen, aber es wäre nett, wenn mir jemand weiterhelfen könnte; die Suche im Netz und hier brachten nicht so das Passende.



    Vielen Dank schon mal und beste Grüße


    Gerald

  • bei der 750er:


    8 Ventile; Tassenstößel mit untenliegenden Shims 13mm; Ventilspiel 0,08-0,18mm.
    Dichtungen: Ventildeckeldichtung, Kettenspannerdichtung, Zündungsdeckeldichtung, Dirko


    Grüße

  • Es ist von Vorteil ein Handbuch zu haben. Das kann von irgendeiner 750er Sauger sein. Die Motoren sind mechanisch weitgehend identisch.


    Ultrawichtig- die richtige Einstellung der Nockenwellen nach dem Zusammenbau. Wenn da was nicht stimmt macht man schon beim Durchdrehen des Motors die Ventile krumm.


    Einstellung Nockenwelle.jpg


    Und weil man sich trotzdem leicht vertut: die Nocken Zylinder 4 müssen sich bei Zylinder 1 und 4 auf oberen Totpunkt "anschauen". Dann ist es auf jeden Fall schon mal grob richtig.


    04_Sauger Wellen.jpg


    on the road


    Theo

  • Noch einfacher kann man es sich machen, wenn man die Position der Steuerkette auf der Nockenwelle mit einem Kabelbinder fixiert. Am Ende die Gliedzahlen zwischen Markierungen der Nockenwellen, 23 müssen es sein nochmals durchzählt.
    In der Delius Klassing Anleitung ist das gut beschrieben.

  • Hallo und Servus,


    bedanke mich für die Tipps und Hilfe.




    Ich muss jetzt aber erst mal überlegen, ob ich mir bei diesem "fremden" Bike das antun möchte. Hinzu kommt noch, dass dies ja alles in einer kaum beleuchten, kalten TG-Box geschehen müsste!! In meiner Box hätte ich zwar besseres Licht, aber da stehen ja meine ZRX 1200 S und meine 1250er Banddit schon drin.


    Dazu kommt, dass ich großen Respekt vor dem Ausbau von Nockenwellen habe, das habe ich bisher noch nie machen müssen.


    Bei den Yamahas XS 750/850 ging das mit den obenliegenden Shims noch relativ einfach, bei der XJ 900 F und der ZRX war das Ventilspiel in Ordnung. Bei den Boxern ohnehin kein Problem gehabt.


    Ich könnte dem Eigentümer der Zephyr ggf. anbieten, die Ventile nur zu kontrollieren, sollte das Spiel nicht den Normwerten entsprechen, müsste er sich eine andere Lösung einfallen lassen!?


    Trotzdem nochmal Dank für Eure Hilfe.


    Gruß




    Gerald

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