Leistung 750er

  • Ich suche und finde wenig zur Leistungssteigerung,

    ausser dem Tuningbericht von Dr. M. und das ist auch schon eine Zeitlang her.....


    Ich hab mich mal rangetraut (bei den Zephyrfreunden sind einige Zwischenberichte):


    Heute war DER Tag - Stage 1

    Dank an alle Berater und Kritiker, die braucht man auch.

    Es gingen nun schon einige Vergaser durch meine Hände
    und doch hab ich einen 4er das erste Mal erst heute gewechselt.

    Den umgebauten, Schieber, Nadeln, Düsen und mehr
    mit LuFi K&N und gebohrt und geschnitten und mehr
    dazu die alten Gummi! Aufgeweitet.
    dazu auch die Vergaserheizung und Luftsensor ausgebaut.

    Schwimmerstand nach Auge, LLGS pauschal, nur Kugelsynchro

    Pri und Start - es läuft.

    Und zwar gut, ruhig, rund.

    Nix läuft aus oder über oder ruckelt.

    Kleine Tour, bei 11Td macht der Begrenzer zu.
    Ich bin zufrieden mit ihr und mir.


    Stage 2 läuft an,
    Nockenwellen mit mehr Hub und Zündzeitpunkt früher.

    Für einen Rentner und doch Anfänger nicht übel?!

  • Nockenwellen UT von einem Forumler, guter Zustand, nachgemessen, richtige.


    Zündgeber liegt noch, ich werde den Mitnehmerteil abflexen und um 2mm versetzt wieder draufsetzen = 4-5 Grad.


    Vorab: Iridium, 20W50, E10, Optik muss bleiben. Ritzel vorne 16Z.


    Vergaser ist einiges geändert:

    SchwiKaDichtung neu, alles penibel gereinigt (Ultraschall reinigt äusserlich!), Nadelsitze poliert, Schieber poliert (1000er Stahlwolle), zusätzlich mit Gleitlack beschichtet (Versuch).

    Überströmbohrung mit 3mm-Bohrer aufgebohrt, ergibt 3,1mm (NICHT mehr!). Membranen gecheckt (Austausch OHNE Zerlegen der Schieber!), Ori-Nadeln mit 2 x 0,5mm Nylon-Scheiben erhöht, ergibt ca. 1,2mm Erhöhung. (Von DynoJet-Nadeln wurde mir wiederholt abgeraten, wegen des geringeren Kopfdurchmessers klappern die). Chokeschiene und Halteschienen grundiert und lackiert, Chockeschiene leichtgängig gemacht, Chokekolben zerlegt, Chokespiel mit Nadelscheiben nulliert. Unterdruckstopfen durch Brücken ersetzt, Winkel-Benzinfilter vorbereitet. O-Ringe der Verbindungen sind getauscht. Schwimmerventile waren ok, weich und ohne Riefen, deren Nippel sind sehr leichtgängig. SchwiKaSchrauben Inbus, Deckel-Schrauben wieder auf JIS, die 2 schwierigen Sechskant mit Schlitz.

    Ablassschrauben gereinigt. LLGS durch Rändelschrauben ersetzt (alte O-Ringe raus!!!). Schwimmerstand nach Auge, synchronisiere mit Kugelmethode (4mm) vor.

    Hauptdüse jetzt innen 110, aussen 108 (nach viel Lesen), Nebendüse (Leerlaufdüse) 42. Alle Düsen aus China bestellt, teils Wunschgrößen zusammengestellt. Der Nenndurchmesser entspricht nicht immer der aufgeprägten Zahl, zwei sind vertauscht bezeichnet, liegt aber auch nicht total daneben.

    Schieber und Vergaser entgratet, da gibt es einiges zu tun.

    Vergaserheizung ausgebaut, Luftsensor zugedeckelt. Ölnebelleitung im LuFi nach oben geführt.


    Für dies Mehr an Benzin braucht`s mehr Luft:

    Ich teste 2 Satz Luftfilter, beide ersteigert zum Preis je eines K&N-Luftfilters, und der war jeweils neu dabei!

    Einmal geölt (der ist drin, manche raten davon ab), einmal blank. Beide Anströmrohre weissen Einlass weg, alle Kanten sauber gebrochen, Luftführung nach unten großzügig aufgebohrt, Luftleitschienen V-förmig eingebaut.

    Verbaut ist nun die extreme Version (in Vorbereitung Nockenwellen) da ist der Einlass vorne um 15mm weiter geöffnet, grad soviel wie zwischen Batterie und Sitz möglich waren, wobei irgendwann eh eine FeLiPo reinkommt. und Platz schafft.


    Ein Experiment waren die alten Ansauggummis,

    erstens kann jeder Neue einbauen, zweitens wollte ich mal auch da nen größeren Durchmesser.

    Auf Balea-Haarspraydose oder so aufgetrommelt, mit Bunsenbrenner bis zum Glänzen gebracht und kalt abgeschreckt, Das funzte.

    Einbau war einfacher als gedacht, vielleicht weil sie nun kürzer sind?! Alle von Innen.


    Standgas auf aussenliegend umgebaut (haben viele andere Keihin)


    Danach PRI und Startknopf, läuft!!!!!!!!!!!!!!


    Jetzt noch LLGS einstellen,

    Synchronisierung bei Nockenwellen-Einbau.

    Erst mal Überprüfung nach Kerzenfarbe,

    nach Nockenwelle Abgastest.

    Evtl. Prüfstand.

    Evtl. mach ich die Auslassbohrung an der Endkappe etwas größer, aber ob das was bringt, wenn`s innen noch eng ist?

    Muss mal ins Loch schauen, oder nen zweiten Satz zum Flexen bayen.



    Läuft super, bei 11Td schaltet der Begrenzer aus.


    Hat sich gelohnt, für unter 100€ (ohne Nocken)

  • nachdem ich da auch schon einiges gespielt habe mein Senf:


    -Leerlaufdüse würde ich nicht über 38 gehen - wird sonst zu Fett im Leerlauf-CO!

    -Nadeln höher hängen ist schon und gut - ändert aber nicht den zylindrischen Nadeldruchmesser ( vllt. brauchst du deswegen die 42er LLD??) Nadeln haben etwas mehr spiel aber das macht den Bock m.E. nicht fett!

    - K&N Lufi gehört geölt - sonst ist die Filterleistung gleich null! Liegt am funktionsprinzip des Lufis .

    -am Lufikastendeckel kann man viel holen - das original is für n :assshaking:


    Das was du sonst am Gaser gemacht hast ist letztendlich nur eine große Revision und montage nützlicher Gimmicks ;)


    Was sich empfieht:

    -Kopf & Zylinder planan für etwas erhöhte Verdichtung.

    -Kopftuning mittels Kanaloptimierung


    zur Thematik der Zündung:

    warum die Geberplatte umschweißen ? mein Weg wäre es die Löcher in der Grundplatte des Pickups zu Langlöchern umarbeiten - somit kannst du den ZZP per Gradscheibe individuell einstellen und kein schnell drehendes Teil verändert (Stichwurt Festigkeit). Die Platte mit Langlöchern lässt isch problemlos in den Aufnahme am Rumpf verdrehen ohne Spiel aufzuweisen.

    Diesen Weg bin ich gegangen um bei meinem Projekt den ZZP wieder auf Originalmaß zu bringen da die Platte der Zephyr nicht gepasst hat.


    Grüße vom Bekloppten :vorever:

  • Danke,


    CO werde ich sehen, LLD wird evtl. angepasst.


    "........-Kopf & Zylinder planen für etwas erhöhte Verdichtung. -Kopftuning mittels Kanaloptimierung....."

    Das übersteigt mein Können und sprengt den finanziellen Rahmen.


    " die Löcher in der Grundplatte des Pickups zu Langlöchern umarbeiten...."

    So weit bin ich noch nicht, aber das liest sich gut.

  • Die Auspuffanlage ist ein großer Leistungskiller.


    Zum einen die doppelwandigen Krümmer, zum Anderen der gedrosselte Gasdurchsatz des Endtopfes.


    Leider sind hier Modifikationen nicht immer Zulassungskonform.

    ZEPHYR-Wer keine hat, ist selber schuld!
    Loud is out, but sound is in!

  • Mit diesen ganzen Leistungsgeschichten kenne ich mich eigentlich gar nicht aus... aber hört sich nach einem netten Projekt an, viel Erfolg!

    Was ich da nur oft nicht so verstehe, ist, warum so ein Aufwand betrieben wird, statt zb ein Rennmotorrad zu kaufen und das andere zum Fahren am Sonntag zu haben ?

    Oder ist das so eine leidenschaftliche Hobby-Sache?


    Habt ihr da keine Angst, dass ihr bei der alten Maschine den Motor total verhunzt?

  • Yeah -- so ist es, weil ICH`S kann

    und nicht die Vertragswerkstatt.


    Natürlich könnte ich mir ne kreiselstabilisierte S 1000 R kaufen, das wär im Budget drin.

    Oder ne sonstwas. Kommt nicht in Frage, mein ganzes Leben hab ich noch nichts so wie die Anderen gemacht.


    Egal was ich vorhabe, stelle ich mir Fragen:

    Hat das schon mal jemand gemacht? Wenn Ja, laß es

    Gibt es das zu kaufen - wenn Ja, laß es

    Ist das IN oder gar Modern? Dann laß es

    Sagen da die Leute: Der spinnt wieder? DANN MACH ES!!!


    OK, im Alltag, in unserer Gesellschaft gelingt mir das nicht immer.

    So krabbelt im Hinterkopf der Gedanke an eine Z900RS rum....

    Die würde dann aufgemotzt, leistungsmäßig, egal ob sie nun genügend hätte.


    Für Power hab ich meine ZL, und die hat mehr als andere, auch wenn ich das nicht brauche, Ich Kanns!


    Die Zephyr soll die Optik behalten, und deshalb keine Flachis (?) , keine ZR7 Krümmer, keine schönen Laser-Endtöpfe usw.


    "Habt ihr da keine Angst, dass ihr bei der alten Maschine den Motor total verhunzt?"

    Hä, bitte was? Solche Motoren sind ab Werk konzipiert mit billigem mexikanischem Normalbenzin

    vom Death Valley bis in die Schweiz zu laufen, von Angola bis zum Nordpol, mit 12erlei Ölen,

    bei nichtsahnenden und nichtswartenden Schraubern - Kompromisse ohne Ende.


    Und sie atmen auf (sprichwörtlich), wenn man sie den herrschenden Bedingungen anpasst, sie OPTIMIERT.


    Und am Motor hab ich nichts gemacht!

    Warum? Weil ich`s nicht kann, technisch, können und auch wollen.


    Demnächst Frühzündung, Kupplung mit Dämpfer neu und Federn unterlegen.

    Das ist noch kein Motor.


    Und was mach ich dann?

    Was halt ein älterer gediegener Herr so macht...... Weiter optimieren - oder auch nicht...........

  • Es geht letztendlich nicht darum aus der Zephyr eine Rakete zu bauen sonden die Grenzen des Machbaren auszuloten!

    Warum baut man sich ein volleinstellbares Fahrwerk ein? - ganz einfach: weil das originale nix taugt!

    Warum verbaue ich andere Bremskomponenten? - weil das original nix taugt!

    Warum optimiere ich motor-/auspuff-/einlasseitig? - weil an div. Ecken noch potential nach oben ist!

    Warum kaufe ich mir für das Geld kein neues & besseres Moped ?? Ganz einfach - weil es mit nicht gefällt!


    Und darum: wenn euch eure Zephyr so wie sie original da steht gut genug ist - schön für euch! aber lasst uns doch einfach unseren Spaß am basteln und probieren!


    Ja- das verschlingt Geld - vor allem wenn man es anständig und legal mit Segen einer akkreditierten Prüfstelle haben möchte! Nicht jedes "Tuning" ist illegal - auch wenn viele davon nach wie vor überzeugt sind. All denjenigen möchte ich mal folgenden Paragraphen ans Herz legen: "§ 21 Betriebserlaubnis für Einzelfahrzeuge"!

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