Die Dicke auf Tour

  • Moin miteinander.


    In Vorfreude auf etwas besseres Wetter und den Start in mein erstes Motorrad-Jahr mache ich mir ein wenig Gedanken, was ich in dieser Zeit erleben möchte.


    Ich möchte dieses Jahr einen kleinen Roadtrip machen, einfach fahren, rasten wo es mir gefällt und des nächtens irgendwo meinen Schlafsack ausrollen.


    Da in diesem Land aber so gut wie alles verboten, was nicht explizit erlaubt ist, ist das mit dem übernachten so ne Sache und ohnehin findet man kaum Ruhe.


    Da kam mir gestern der Gedanke, warum nicht mal gen Norden. Ein Ründchen über Dänemark, den Öreseund und einmal in Oslo hallo sagen. Ist noch eine überschaubare Strecke und die Skandinaven sind mit campieren viel entspannter.

    Dann kam der nächste Gedanke, wenn du schonmal da bist, warum aufhören?

    Warum nicht gleich zum Nordkapp...

    Jung, du bist noch nie nennenswert gereist.


    Und die Zeit drängt langsam... Sprit wird immer teurer, der Doc hat meine Knie schon angezählt und man hat ja auch sonst noch so Wehwehchen die nicht mehr besser werden.


    Würdet ihr die 11er für so eine Tour als geeignet empfinden?

  • moin Chris, auf diese Idee sind seit Corona schon viele gekommen. Halb Deutschland fährt WoMo, ohne Reservierung ist kein Campingplatz zu bekommen. Zu deiner Klage empfehle ich dir mal an der Mosel und in die Pfalz zu fahren. Von den "free Campern" sind die Weinberge zugeschissen worden. Die Kapazität der Stellplätze reichte nicht für den Ansturm aus. Müll einfach entsorgt usw. Ein Bekannter ist dort Winzer....

    Dann kannst Du da gerne deinen Schlafsack ausrollen.


    Warum soll die Elfer nicht für lange Touren geeignet sein? Sitzposition Kniewinkel und Platz sprechen dafür.

  • Hallo Christian,


    ich denke, "Die Dicke" ist geeignet. Sie ist bequem, zuverlässig, hat eine ausreichende Reichweite. Gepäckunterbringung ist relativ problemlos.

    Manche vertreten die Meinung, eine Enduro wäre besser geeignet. Kommt vielleicht auf die Streckenwahl an.


    Ich hatte das Nordkap schon für 2020 und 2021 geplant. Vieles schon gekauft, Urlaub stand. Aber Corona...:(.

    Heuer wird es auch nichts.:avatar70195:


    Ich bin so frei und verlinke hier einen Reisebericht

    Mit dem Motorrad zum Nordkap (svendura.de)


    und ein Video eines jungen Mannes, der die Tour in 8 Tagen absolviert hat.:--:

    Motorradabenteuer Nordkap 2014 - Allein mit Bike und Zelt die Ostsee rum - - YouTube


    Alles Gute!


    Jürgen

  • 8 Tage... Uff.

    Also zum Iron-Butt club wollte ich nicht gehören.

    Ich denke nicht das ich es dieses Jahr bereits in Angriff nehme.

    Zuerst muss ich Stück für Stück schauen wie lange ich es auf der 11er aushalte und wie oft.

    Zudem muss erstmal der Wartungsstau beseitigt und der Spritverbrauch auf akzeptable Werte gesenkt werden, sonst wäre so ein Trip die teuerste Tankspülung der Welt.


    Die einzigste große Etappe am Stück wäre für mich von zu Hause aus möglichst direkt in einem Rutsch nach Schweden rüber. Oder von Hamburg oder Flensburg aus zur Not.

  • Ein Bekannter ist dort Winzer....

    Dann kannst Du da gerne deinen Schlafsack ausrollen.

    Das kann ich nur empfehlen. Einfach mal probieren, ob Wildcampen was für dich ist. Vielleicht mal einen Bauer oder Waldbesitzer fragen.

    Für mich ist es definitiv nichts. Es wäre für mich keine Erholung, da ich immer auf Geräusche achten würde. Kommt da jemand? Ist da ein Tier?

    Dann lieber Campingplatz.

    Hans-Dieter hat recht. Seit Corona sind die Campingplätze sehr gefragt. Ich habe auch den Eindruck, dass immer mehr Betreiber lieber Wohnmobile aufnehmen statt Zeltler. Die lassen vermutlich mehr Geld am Platz.


    Man müsste sich mit dem Thema befassen. Es gibt auch schon Apps vergleichbar mit booking.com, nur für Campinggäste.


    Zum Motorrad: Logisch, die Maschine muss technisch einwandfrei sein. Reifen möglichst neu. Hin und zurück ca. 8000 Kilometer...


    Jürgen

  • Also, ich kann die 11er als Reisemoped wärmstens empfehlen, fahre sogar zu 100% mit Sozia und habe sie aus diesem Grund angeschafft. Anfangs bin ich mit den alten Kisten gefahren, aber in der Gruppe mit so einer 900er die Pässe hoch ist schon spannend, das geht mit der 11er viel besser. Allerdings muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich die Anreise immer mit dem Bulli abarbeite - Allein schon wegen der Gepäckmitnahme für zwei Personen.

    Dafür hat der Frontscheinwerfer schon einiges gesehen.

    Hier links über dem "Hinrich" gleich mal der Tremalzo am Gardasee, und sonst Spanien, Frankreich, Italien, Österreich, Kroatien, England, Schottland, Korsika,

    Isle of Man . Entweder zu Zweit, oder in der Gruppe und dann vor Ort immer Tagestouren zwischen 150 und 300 Km - da kommt dann in einer Woche auch so einiges zusammen.

  • 800km pro Tag sind schon extrem. Erstens ist es ne sehr lange Zeit im Sattel und per Bundesstraße / Landstraße gar nicht machbar. Hier liegt der Schnitt bei 50km pro Stunde.


    chris: ab Hannover gen Norden wird es ziemlich langweilig, in DK ist es noch schlimmer. Kurven sind Mangelware und du kannst sehen, wer nächste Woche zum Kaffee kommt, so platt ist das Land. In Schweden und Norwegen mag das wieder anders sein, aber dort ist das Wetter sehr unstetig.


    Meine Empfehlungen gehen Richtung Vogesen, Pyrenäen oder die andere Seite in Polen, Tschechien und Slowenien. Südengland war auch toll, aber dann am besten im Juli. In Deutschland fand ich den Harz, den Thüringer Wald und den bayrischen Wald und das Salzburger Land sehr schön zu befahren.


    Gecampt habe ich nie, immer Pensionen oder Hotels gebucht. Ist viel bequemer.

  • Das ab Hannover tote Hose ist weiß ich.

    Ich war letztes Jahr kurz vor der dänischen Grenze. Echt öde da...


    Der Süden interessiert mich nicht, zu warm.

    Die Vogesen sind nebenan... Da kann ich auch so mal hin.


    Einen solchen Trip werde ich nur einmal in meinem Leben machen und die Uhr tickt...

    Solange mein Körper das mitmacht, sollte ich die Chance ergreifen.

    Besser wird es jedenfalls nicht mehr.


    Campen ist mir nichts neues, nur das ich in diesem Fall noch etwas spartanischer unterwegs wäre.


    Ich rechne mit 20-25 Tagen für so eine Reise.

  • Für mich ist das Nordkap so ein Jugendtraum.

    1980 bekam ich das Buch "Reisen mit dem Motorrad" in die Hand. Autor ist Reiner H. Nitschke. Er schrieb dieses Buch, bevor er seinen Verlag gründete, in dem Zeitschriften wie "Motorrad Reisen" und "Tourenfahrer" erschienen und er dadurch einem breiten Publikum bekannt wurde. Ein Klassiker wie ich meine.


    Der Reisebericht über Norwegen bis ans Kap hat mich damals fasziniert. Kleine Enduros, eine 2-Takt YAMAHA dabei. Ich habe als 15-jähriger den Bericht so oft gelesen, dass ich heute noch Stellen daraus auswendig kann. Ich will da unbedingt mal hin.


    signal-2022-01-19-142837_001.jpeg   signal-2022-01-19-142837_002.jpeg


    Ja, es gibt interessantere Reiseziele. Keine Frage.


    Mein Vater wollte mit mir immer auf die Zugspitze. Auch so ein Lebensziel. Es gibt schönere Berge. Da muss man eigentlich nicht hin. Das war auch so ein Jugenddings.

    "Nächstes Jahr wird´s klappen, Papa."

    Dreißig Jahre lang haben wir uns das vorgenommen. Hat nie geklappt.


    Als er starb, habe ich die Tour allein gemacht. Um 6 Uhr gestartet, um 12 war ich oben.

    Da ging es nur ums machen.

    Oder darum, es eben nicht nicht gemacht zu haben!


    Darum möchte ich auch das Nordkap in Angriff nehmen.


    :watoo:Jürgen

  • Tja,

    bei mir ists mehr der Gedanke, ich werde bald 40 und außer reichlich Kummer, Sorgen und Probleme habe ich nicht viel von meinem Leben gehabt.


    Bin nie verreist, weil immer das Geld fehlte oder auch kein Interesse und diverse andere Gründe. Immer nur mal Tagesausflüge oder ein zwei Tage mehr.


    In den letzten 8 Jahren sind wahnsinnig viele um mich herum verstorben, viele kaum älter als ich.

    Mein Körper zeigt zunehmend mehr Verschleiß, die Knie halten mit etwas Glück noch 10 Jahre, ich fürchte eher die Hälfte.


    Wenn ich jetzt nicht anfange mal was schönes im Leben zu erfahren, kleine Abenteuer zu erleben, mich neuem zu öffnen und schöne Erinnerungen für später zu sammeln, wann dann.


    Ich habe gestern nur nach Möglichkeiten gesucht, was interessant wäre anzufahren.

    Dachte kurz rüber nach Schweden und zurück. Nette kleine Runde.

    Dann sah ich auf der Karte das Oslo dann auch nicht so viel mehr ist...

    Zum Schluss, ey du wirst nicht jünger und die Gelenke nicht besser. Wenn du schonmal da bist, wirf auch einen Blick in die Fjorde, fahr soweit du kommst. Du wirst es nur einmal tun.

  • Denk dran, der Norden ist frisch...

    Ich fahre auch bei 3 Grad und fühle mich wohl. Am wohlsten bei umrum 10 Grad.

    Meine Kombi ist recht warm.


    Hitze mochte ich noch nie.

    Ich kann mich immer warm genug anziehen, im Sommer aber nicht genug ablegen.

    Da bräuchte ich einen Gefrierschrank aufm Moped zum reinsetzen.


    Regen, mal schauen wie sich meine Kombi das Jahr so schlägt. Kurz vor Weihnachten eine Stunde durch Nieselregen, fast komplett trocken geblieben, nur im Knöchelbereich wars klamm an einem Fuß.

  • Fahre Deinen Traum wenn Du kannst, find ich gut wenn Du das angehst und die 11er kann das auf alle Fälle - Lothar hat die Tour schon mit ner 750er gemacht. Einzig die Reichweite mit nem Tank ist halt eingeschränkt.

    Zerby
    ------------------------------------------------
    Ich kenne die Frage nicht, aber
    Motorradfahren ist definitiv die Antwort.

  • Die Idee ist eine feine und es ist auch kein Hexenzauber da hoch zu kutschern. Es hetzt dich uch keiner, fahr einfach los hab genügend Akku (für die Bildchen für uns) und fertig. Tue es einfach,

    Ich bremse schon am Anfang der Geraden

  • Ich liebe solche Touren, aber von hier oben lieber in den Süden. Nicht im Sommer, das ist mir auch zu warm. Ich war schon am Gardasee, in Südengland und in Ostbayern und Tschechien. Jeweils 10 Tage und 3000-3500 km. Easy peasy. Alles Landstraße und viel Zeit für Land und Leute.


    Leider momentan zu wenig Zeit, aber das kann noch werden.

  • Unsereiner hatte auch den Traum mit den Moppeds von Oberbayern bis zum nördlichsten anfahrbaren Platz in Schottland zu kommen,

    Ganz oben an der Küste angekommen wurden wir gefragt ob wir den ganzen Weg auf den Motorrädern zurückgelegt hätten?

    Damals kam uns diese Frage unverständlich vor..


    3 Wochen mit Zelt und Kochtopp, 7000km, viele Regenpfützen später.... und nach 30 Jahren immer noch in guter Erinnerung



    Also wenn alles passt und dein Moped gut in Schuss ist, dann mach es ! Du kannst nur gewinnen :thumbup:

    Bewohner eines kleinen bajuwarischen Dorfes unbeugsamer Zephyrfahrer ....1850ccm

    • Gäste Informationen
    Hallo lieber Besucher, gefällt Dir das Thema, oder das Forum? Möchtest Du Teil dieser Gemeinschaft sein oder werden? Wenn ja, melde Dich bitte mit Deinen Benutzerdaten an. Solltest Du noch kein Benutzerkonto in unserem Forum besitzen, kannst Du Dir einen Benutzeraccount erstellen. Nach der Freischaltung (genaue Anweisungen erhälst Du per eMail), kannst Du das Forum nutzen. Das ForenTeam

    Dieses Thema enthält 0 weitere Beiträge, die nur für registrierte Benutzer sichtbar sind, bitte registrieren Sie sich oder melden Sie sich an um diese lesen zu können.