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Theo CH Stier

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21

Sonntag, 24. Mai 2020, 15:25

So langsam verlier ich nur ein bisschen den Plan, was ich alles pinseln wollte.
Fang ich heute mal mit dem eingebauten Federbein an- hier bitte ich auch mal um Input. Verbaut und eingetragen ist ein Hagon Federbein. Eignetlich sind die originalen Federbeine doch ganz gut. Bei Hagon bin ich mir da nicht so sicher. Und gebrauchte Originale kaufen ist so wie die Katze im Sack. Und die guten aus dem Zubehör sind mir einfach zu teuer.

Sind die Federn eigentlich so richtig eingebaut? Auf den meisten Bildern im Netz sind die engen Wicklungen unten.



Auspuffkronen von einer Z650SR - die Z650 aus den 70ern hatten nur 6 mm Stehbolzen. Entsprechend die Löcher in den Kronen nur 7 mm. Habe ich auf 8,5mm aufgebohrt. Bloß nicht zuviel wegnehmen - Schwitz-




Ansicht von hinten - Die Innenbeleuchtung des "Katzenauges" wird natürlich zum TÜV Termin deaktiviert. Das rote Glas ist original mit E- Nummer



Die Birnchen in den Armaturen gegen LEDs getauscht. Das bringt einfach schönere Farben, vor allem beim Fernlicht. Kommt auf dem Foto leider nicht so rüber.




Neue Kette und Kettenrad von Stealth. Bei dem Sack teuern vorderen Versatzritzel kommt es jetzt auch nicht mehr daruf an. Wer genau hinschaut: Die Anguß Relikte auf den Rippen vom Ruckdämpfer Gehäuse wurden geglättet. Hatte im Winter bei Regen sonst nichts zu tun...


Der Tank war relativ gerinfügig rostig. Wenn der Rost noch nicht so dick sitzt, reicht es, den Tank zu entölen (mit einem Liter Aceton ausschütteln) und dann mit konzentrierter Phosphorsäure zu behandeln. Geber und Benzinhahn natürlich vorher raus und mit Blindplatten verschliessen. Unter den Tankdeckel lege ich einfach einen einmal Gummihandschuh. Auch bei Phosphorsäure sollte man Handschuhe und Schutzbrille tragen, auch wenn die bei weitem nicht so gefährlich ist, wie die meisten Leute glauben. Wenn was über die Finger läuft, kann man das ohne Panik abwaschen. Nur alte Sachen sollte man tragen. Auf schwarzen Jeans und T-shirts macht das rotbraune Flecken. Von dieser Sorte Kleidung hab ich inzwischen viel. Ein gutes Indiz, wie sauber man gearbeitet hat. Die graue Schicht im Tank ist Eisenphosphat, das gibt einen leichten Korrosionsschutz. An den helleren Stellen war vorher Rost. Der Trick beim Phosphatieren ist vor allem, die Restsäure möglichst schnell wieder aus dem Tank zu bekommen, den dann trocken zu legen und mit WD40 einzuölen, bevor er wieder montiert wird. Ich mach da mal einen separaten Post zu. Auch woraus die Chemie Cocktails der Tankbeschichtungskits bestehen und was Vor und Nachteile sind. Ich beschichte inzwischen nicht mehr.


Erstmal sichern und was zu trinken holen. Gleich gehts weiter mit Lack.
on the road
Theo

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22

Sonntag, 24. Mai 2020, 16:30

Das Blau-Grün auf der Zephyr war schon mal nachlackiert - meiner Ansicht nach sehr nah am 91er original Lack und auch sehr ähnlich dem Lack einer Z650 die mir als Design Vorbild vor Augen schwebte. Ich fand den aber trotzdem nicht so richtig schön. Ich wollte was grüneres. Entschieden habe ich mich dann für "Jaguar emerald fire green".
Im Tank waren nur zwei ganz kleine Beulchen, die man ohne Aufwand mit Feinspachtel ebnen konnte, ansonsten habe ich vor dem Lackieren nur mit 1000er Nassschleifpapier angeschliffen. Wasserlack mit 2K Klarlack. Wasserlack mit Aceton verdünnt. Trocknet schneller und lässt sich als "Nicht Profi" besser verarbeiten.


und die Folgen von Alkohol (der Kater schaut abwertend)

Das Design Vorbild sollte eine Kawasaki Z650 sein, tatsächlich wurde gerade im Frühjahr bei RH so etwas lackiert. Nur ist die Form des Tanks ja doch anders. Es gibt keine echten Vorlagen und an die exakten Farben wollte ich mich eh nicht halten. Um beide Seiten exakt Spiegelbildlich zu lackieren, habe ich eine Tankseite mit Papier und Holzleim "eingehaust". Darauf mit Klebeband die Position der Streifen markiert. Am Rand der Streifen habe ich jeden Zentimeter ein Loch gestochen, sodaß ich mit einem Bleistift die Lage des Streifens auf dem Tank markieren konnte. Anschschliessend die Schablone abgenommen und "umgekrempelt" und auf die andere Tankhälfte geklebt. Dafür geht wieder ein ganzer Sonntag drauf. Abkleben der Linien geht nur mit professionellem Abklebeband aus einem Lackladen. Hatte 3; 6 und 9 mm breites Band. (@ Admin: ich habe die Erlaubnis, das RH Foto zu verwenden)



Die grüne Farbe ist "Santos" grün von VW. Die wurde früher gerne statt des originalen "Lime green" von Kawa verwendet. Im Keller stand noch ein Rest rum. Man kann es auf den Fotos nicht sehen- ich habe noch Klarlack mit einer winzigen Menge "Mica arctic silver Effekt" übergesprüht (Wir haben diese Effekt Pulver in der Firma - Kosmetikbranche..). Damit passt das schrille grün besser zum Jaguar grün. Und dann muss die ganze Abkleberei runter und neu für den zweiten Streifen geklebt werden. Da wurde wieder das Audi grau genommen. Ich persönlich hätte lieber was Gold stichiges verwendet. Kunde ist in diesem Fall Königin...

Das ganze Spielchen auch noch mit dem Heckbürzel. Jetzt sieht das auf 10 Meter Entfernung alles ganz toll aus. Aber Garten Lackierung hat immer Einschlüsse (du siehst nicht ein Insekt - aber im Lack stecken die Drecks Viecher. Da kriegt der Begriff "Insektensterben" ganz neuen Sinn Inhalt) und ein paar kleine Nasen waren auch drin.

Eimer Wasser 1000er Nassschleifpapier und die Macken rausschleifen. Ich hab einen guten Draht zum Lackierer hier im Dorf. Der hat mir dann die finale Schicht Klarlack draufgemacht. Isa kann das einfach besser. Und wenn man die Teile ordentlich angeschliffen anliefert, hält sich der Kurs dafür auch in Grenzen.
Mal wieder sichern
on the road
Theo

Theo CH Stier

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23

Sonntag, 24. Mai 2020, 17:11

Endspurt 1!

So kamen die Teile vom Lackierer zurück. Der Tankdeckel war auch auseinander, weil das Kläppchen nicht richtig zuschnappte und um einen Winter Sonntag zu füllen wurde das komische Struktur Schwarz passend gegraut:



Und hier jetzt die Fotos vom fast fertigen Fahrzeug. Fotos von Ende März - ich musste mich beeilen, bevor die Sonne untergeht. Ich hätte die Fingerabdrücke und Fettreste von den polierten Teilen vorher ab machen sollen:



Um die zehn Bilder voll zu machen noch das Heck und die Lima nachdem auch die Schildchen neu lackiert worden sind:


on the road
Theo

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Theo CH« (24. Mai 2020, 17:49)


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Sonntag, 24. Mai 2020, 17:27

Endspurt 2

Die 750 DOHC Schildchen habe ich im Zubehör gekauft. Ziemlich teuer in Deutschland und die Beschreibung sagte nichts über das Material. Deshalb hab ich die direkt in Japan bestellt (meine Tochter spricht diese Sprache - woher auch immer das Kind die Sprachbegabung hat - von mir nicht). Mit Versand, Zoll und Mehrwertsteuer habe ich dann satte 5 €­ gespart! Die Kawasaki Schildchen auf dem Tank lagen noch in der Asservatenkammer. Mussten nur neu gelackt werden. Die Schrauben sind Fake. Alles mit Karosseriekleber angeklebt.



Und hier das Endergebnis:




Nächste Woche gehts zum TÜV und dann muss ich mal ein bisschen testen. So richtig zufrieden bin ich mit der Gasannahme noch nicht. Nur lässt sich das auf einer Parkplatzrunde ohne Kennzeichen auch nicht wirklich testen. Schaun wir mal. Ich denke, im Zweifelsfall kriege ich hier Hilfe. Vergaser sind nicht meine Kernkompetenz (die Turbo hat Spritze, die GPZ 1100 und auch meine Yamaha GTS 1000)
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Theo
by the way: wenn irgendwo ein preiswertes Objekt rumsteht - noch alles original da und Motor platt oder so - die nächste kriegt eine Spritze....

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25

Montag, 25. Mai 2020, 10:35

Moin Theo ;smile;
Willkommensgrüße auch aussem Bergischen Land ;tongue;

Super Dokumentation ;streicheln; ......ziehe mit Ehrfurcht meinen Hut vor dir! :hi:


Gruß
Rainer :cool:
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26

Montag, 1. Juni 2020, 12:27

schickes teilchen ! Endlich mal wieder jemand der sich was traut und nicht nur nachbaut :thumbsup:
die idee mit der zr7- pumpe hatte ich auch schon - bis jetzt aber verworfen weil ich nicht weiß was der höhere öldruck macht ?? im zweifelsfall wohl abblasen oder ?
spanner hab ich nen halbautomatischen drin, n originales fünfgang und nen kicker - und n paar verwahrloste gpz-teile :hb:

wegen der gaser kannst dich ja mal bei mir ider team green melden - da findet sich sicher das problem !
und ne einspritzubg gehört da niemals ran - höchstens ne schöne 4-fach-rasselbande :pflaster_1:

Theo CH Stier

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27

Mittwoch, 3. Juni 2020, 22:41

Nochmal ein update:

Die Grüne hat TÜV! Und das war diesmal die grösste Lachnummer aller Zeiten. Aber man soll ja nicht meckern, wenn es easy going war. Nur frag ich mich warum ich für die halbe Stunde (drei Mopeds) über 200€ abgedrückt hab...
So ganz glatt gings natürlich nicht. Tags vor dem Termin noch eine Parkplatzrunde gedreht und dann lief der Bock nicht mehr. Sobald ich den Gashahn nur ein winziges bisschen bewegt habe war der Motor aus. Lief nur mit Choke ganz auf. Tank runter, Vergaser raus und aufgemacht. Das Malheur hatte ich mir mit Dummheit selbst eingebrockt. Auf die Dichtflächen der Schwimmerkammern hatte ich dünn Silikondichtmasse aufgetragen. Eigentlich hätte ich wissen sollen, das die im Benzin quillt. In drei von vier Hauptdüsen steckte jeweils eine kleine Silikonflocke. Shit happens. Ruhig bleiben, Adrenalin Spiegel unten halten. Läuft wieder.
Bei der Gelegenheit kann ich noch einen Schwank vom Motorzusammenbau erzählen. Durch den Einbau der GPZ Nockenwellen waren ja andere Ventilshims fällig. Ich hab bestimmt drei oder vier mal die Nockenwellen ein und ausgebaut, bis es wirklich stimmte. Einmal habe ich vergessen, vorher den Steuerkettenspanner zu entlasten. Alle Nockenwellendeckel gelöst und dann suchen die plötzlich den Weg nach oben in die Freiheit. Acht Lagerböcke, die durch die Garage flogen und zig Passhülsen. Das ist der Moment, erstmal einen Kaffee zu trinken (oder alternativ eine Valium einwerfen). Lappen steckte im Steuerschacht, da sollte nichts rein gefallen sein. Aber eine Passhülse blieb verschwunden. Eiserner Grundsatz: es wird nicht weiter geschraubt, bis alle Teile da sind. Irgendwann war ich mir doch nicht sicher, ob das Ding nicht den Weg durch den Steuerschacht gefunden hat. Für solche Fälle habe ich bei IDLA DÜS mal ein Endoskop gekauft. Den Schacht so weit es geht damit abgesucht. Und den entscheidenden Fehler gemacht: den Motor gedreht. Im Schacht war nichts. Dann nochmal zur Sicherheit in die Brennräume schauen. Da liegt das Ding in Zylinder zwei. Hochgeflogen und genau das Zündkerzenloch gefunden - die Kerzen waren ja nicht drin, damit man den Motor leichter drehen kann. Fast wie ein Lotto Gewinn. Nur anders. Und inzwischen durch das Drehen platt gedrückt. Ventile waren ja alle zu, kann nichts verbogen sein. Nur dass die platt gedrückte Hülse nicht mehr durch das Zündkerzengewinde passt. O Gott Agathe!


Mein Nachbar hatte dann die zündende Idee: Die Kolben auf halbe Höhe gedreht und die Auslasswelle so eingebaut, das auf Zylinder zwei das Ventil ganz auf steht. Und dann Pressluft ins Zündkerzenloch. Tatsächlich ist die Passhülse hinaus geflogen. Ich sah mich schon den Kopf abnehmen. Alles gut gegangen.
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28

Donnerstag, 4. Juni 2020, 11:20

Glückwunsch zur erfolgreichen Arbeit, dem tollen Ergebnis und am Ende den Segen der technischen Prüfung !
Es macht Spass, der Geschichte und der Entwicklung zu folgen.

Was passiert nun mit der Mopete ? Fährst du sie selbst ?

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29

Samstag, 13. Juni 2020, 23:37

Was passiert nun mit der Mopete ? Fährst du sie selbst ?


Montag wird angemeldet und dann fahr ich ein bisschen, damit ich auch weiss, das alles wirklich auch ordentlich funktioniert. Danach wird das Töff "in der Familie" weiter gegeben.

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30

Montag, 29. Juni 2020, 21:48

Hier die weiteren Fortschritte:

bei der ersten Probefaht lief die Grüne bis 4500UPM einigermassen gut, darüber extrem zäh und wie ein Sack Muscheln. Alter Trick: Stiefel aus, Socke aus und in den Ansaug Rüssel gesteckt - jetzt lief sie wenigstens ohne Rütteln und Schütteln aber extrem asthmatisch.
Ich hatte ja "nur" die GPZ Nocken eingebaut, Ansaugkanäle von Gussgraten befreit und auch Kunststoffgrate aus dem Ansaugkasten weggedrehmelt - plus eine zusätzliche Öffung im Ansaugkasten in Fahrtrichtung hinter dem (originalen) Luftfilter. Viiieeel zu viel Luft. Dabei hatte ich schon von vornherein die Düsen von 92/88 auf 95/92 geändert...
Nächster Versuch: Düsen 108/105, Düsennadeln ein Millimeter höher, Löcher in den Schiebern auf 3 mm aufgebohrt (Werte ausgedacht mit Daten hier aus dem Forum, aus dem ZR 7 Forum und einem Datenblatt von Dynojet). Gaaanz anderes Moped. Rennt wie die Pest, trotzdem habe ich den Eindruck, als wenn oberhalb von 8000Upm mehr gehen müsste. Am Samstag wollte ich dann eine grössere Ausfahrt wagen - als Ziel hatte ich mal "Fulda" eingegeben ;-) . 50 km bin ich gekomnmen, dann wieder unrunder Lauf oberhalb 5000 Upm. Das wurde immer schlimmer, bis der Motror nur noch 3500 im letzten Gang drehen wollte. Nachdem es aber so schlimm geworden war konnte ich am Krümmer fühlen (mit Spucke auf den Fingern) das nur Zylinder 3 gar nicht mehr lief. Zum Glück hatte ich Werkzeug eingepackt. Zündkerze Zylinder 3 hatte feste Ablagerungen auf der Elektrode - insgesamt alle Kerze sehr sehr hell Rehbraun. Zum Abkratzen der Ablagerungen habe ich die Feder der Sitzbankverriegelung benutzt. Danach wieder ordentlicher Lauf. Für Fulda fehlte mir dann doch der Mut. Stattdessen bin ich zu Tante Louise gefahren und hab 4 Iridium Kerzen mit abweichendem Wärmewert 9 gekauft (der Wert von der GPZ 750 UT). Kontrolle der Kerzen zuhause: Fast weiss. Hab jetzt noch Düsen in 110, 112 und 115 bestellt. Weit weg vom optimalen Wert kann ich nicht mehr sein. Schaun wir mal.

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Theo

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